Fassaden sanieren: Wann ist der richtige Zeitpunkt und worauf musst du achten?
Wer an Fassadenarbeiten denkt, denkt meist an Farbe, Struktur und Gestaltung. Doch der richtige Zeitpunkt für diese Arbeiten ist mindestens genauso wichtig. Dazu braucht man wärmere Temperaturen.
Warum? Hier sind die wichtigsten Gründe:
Gutes Wetter, bessere Ergebnisse
- Trockene Witterung
Für viele Fassadenarbeiten wie Verputzen, Streichen oder Dämmen sind trockene Oberflächen und trockene Luft entscheidend. Regen, Schnee oder hohe Luftfeuchtigkeit können die Haftung beeinträchtigen und Trocknungszeiten stark verlängern. - Angenehme Temperaturen
Farben, Putze oder Kleber benötigen in der Regel mindestens 5–10 °C, um richtig zu trocknen und auszuhärten. Im Sommer sind diese Bedingungen fast immer gegeben und das Material lässt sich oft auch besser verarbeiten. - Keine Frostschäden
Was im Sommer gemacht wird, ist im Winter geschützt. Eine fertiggestellte und gut isolierte Fassade beugt Feuchtigkeitsschäden wie Rissen, Abplatzungen oder Schimmel vor.
Achtung bei grosser Hitze
Auch zu hohe Temperaturen sind problematisch. In einer Hitzewelle, wie wir sie erst kürzlich erlebt haben, kann es zu mehreren Problemen kommen:
- Zu schnelles Trocknen
Bindemittel können nicht richtig reagieren - Haftungsprobleme
Auf aufgeheizten Untergründen haftet der neue Belag schlecht. - Verminderte Verarbeitbarkeit
Materialien wie Putz, Kleber oder Farben setzen zu schnell ab
Tipp: Bei hohen Temperaturen direkte Sonneneinstrahlung auf die frische Fassade möglichst vermeiden (z. B. durch Abschattung).
Aber nicht nur der Sommer ist möglich
Mit dem richtigen Zusatzstoff, einem sogenannten Trocknungs-Additiv, können Fassadenarbeiten auch in der kühleren Jahreszeit durchgeführt werden. Dieses Additiv beschleunigt den Trocknungsprozess. Trotzdem wird wärmeres Wetter empfohlen, da die Verarbeitung einfacher ist und das Risiko von Frostschäden deutlich geringer ist.
So kommt deine Fassade richtig zur Geltung
Neben Technik und Timing spielt natürlich auch das Design eine grosse Rolle. Hier ein paar Faustregeln für die Farbgestaltung:
- Helle Grundfarbe + dunkle Akzente:
Meist wird die Hauptfläche in einem helleren Ton gehalten. Dazu kommen dunklere Farben für Details wie Sockel, Dachuntersicht oder Jalousien. - Sockel dunkler als oben:
Der Sockel ist näher am Boden und damit stärker Schmutz und Spritzwasser ausgesetzt. Eine dunklere Farbe ist hier nicht nur praktischer, sondern sieht auch stimmiger aus. Besonders, weil durch den Rücksprung und Schattenwurf ein heller Sockel visuell „unfertig“ wirken kann. - Keine Extremfarben:
Reines Weiss oder Schwarz wirken schnell schmuddelig. Staub und Dreck sind sofort sichtbar. Auch intensive Volltonfarben (z. B. sehr dunkle oder kräftige Töne) sind oft ungeeignet für grosse Flächen: Sie können schnell ausbleichen oder werden aus Gründen des Ortsbildschutzes gar nicht genehmigt. Besser sind gedeckte, mit Weiss oder Schwarz abgetönte Farbtöne. Für Akzente darf es aber gern etwas kräftiger sein.
Fazit: Diesen Spätsommer planen, nächsten Sommer umsetzen
Die Fassade ist nicht nur Schutz für dein Gebäude, sondern auch ein gestalterisches Statement. Mit der richtigen Planung, dem passenden Wetter wird dein Projekt ein voller Erfolg.
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